Nessa Hellen

Autorin, Künstlerin                                                                                                       

Nessa wurde 1983 in München geboren, von Wölfen groß gezogen und verbrachte ihre meiste Zeit auf dem Land. Das kann passieren. Bisweilen schreibt sie über zerstörte Seelen und kaputte Welten. Hauptsächlich aber an ihrem Coming of Age Roman, den sie auch veröffentlichen will.

Die Kindheit steht in ihrem Roman als etwas Schönes und Freies im Mittelpunkt. Jedenfalls löst das Zeitgefühl der ’90er Jahre eine gewisse Art von Nostalgie aus. Aber das ist nur die Hülle der Geschichte. Denn der Anstrich von Kindheit und Familie ist löchrig. Unter der Oberfläche des nicht ganz heilen Familienlebens lauert irgendein Horror. Die Atmosphäre erinnert an die Serie „Stranger Things“, nur dass der Schrecken echt ist. Selbst wenn man zu ahnen beginnt, was dem jungen Pete widerfahren ist, kann man dem noch keinen echten Namen geben. Doch nichts ist aussichtslos. Denn es gibt etwas, dass sich selbst über reale Monster erhebt. Und was das ist, will Pete unbedingt heraus finden. Eine Geschichte über einen mutigen Jungen.

Nebenbei entstehen Erzählungen über apokalyptische Städte, virtuelle Wesen mit Pixelproblemen oder mystische Mädchen aus dem Meer. Manchmal sind ihre Texte sehr persönlich, tiefgründig und fantastisch oder mit einem Glimmer von Humor.

 

 

Ihre Projekte:

  • Coming of Age
  • Prosa aller Art
  • Malerei

 

Wen sie gerne liest:


 

 

Das Meer

Als das Meer verschwand   
war da das silberne Watt
unter der weißen Sonne

Als das Meer verschwand
blieb zurück
das schwarze Watt 
unter den Fixpunkten

Als das Meer verschwand
warst du auch fort
Ich konnte dich sehen
weil dein Herz im Dunkeln glüht

Doch als ich ankam
am Ende der Welt
waren es nur 
Elektronen und Protonen
die auf das queksilbrige Licht trafen

Nichts weiter
als Pink und Türkis 
in der Dämmerung

Am Morgen
war das Meer verschwunden
Und du

Möwen kreisten über den 
wolkenverhangenen Schlamm

Als du fort warst
fühlte sich alles leer an
Nach der Endzeit
als das Meer verschwand
sah ich nicht die Endgültigkeit

Ich fand die Weite in mir
Die ewig nasse, graue
und dreckige Freiheit.

Nessa Hellen
Piran/Slovenien